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website promotion
Website-Promotion
ist eine Sonderform der Promotion, bei der mindestens zwei
Werbetreibende gemeinsam Kommunikationsmaßnahmen durchführen und
eine einheitliche Botschaft an eine für beide bzw. alle interessante
Zielgruppe transportieren. Auf diesem Weg lassen sich Werbekosten
teilen bzw. es kann ein größeres Werbevolumen realisiert werden und
man profitiert von dem Image des bzw. der anderen Werbetreibenden.
Der Begriff Website-Promotion
wird auch im Kontext der selbstbezüglichen Kommunikationspolitik
benutzt. Sie beschreibt die Nutzung von Werbeträgern und
publizistischen Mitteln zur Bewerbung eines Medienproduktes, wobei
beide jeweils unter einem Medienkonzerndach angesiedelt oder durch
Cross-Ownership miteinander verbunden sind. Dabei müssen die
Werbemaßnahmen oder publizistischen Beiträge in unterschiedlichen
Medienkanälen platziert sein.
Zum Beispiel ist Werbung für die Serie "Lotta in Love" im
Medienkanal Sat1 Website-Promotion
, da die Sendung im Kanal ProSieben ausgestrahlt wird, beide aber
zum gleichen Konzern gehören (ProSiebenSat.1 Media).
Es können bei der Website-Promotion
auch Mediumsgrenzen überschritten werden, indem z.B. Radioprogramme
Werbung für Fernsehkanäle machen. Wichtig ist in jedem Fall die
Zugehörigkeit der beiden beteiligten Medienkanäle zu einem Konzern.
Ist dies nicht der Fall, könnte man auch von klassischer
Mediawerbung sprechen.
In Österreich ist Website-Promotion
verboten, um die Stellung der privaten Radioanbieter gegenüber dem
öffentlich-rechtlichen Sender ORF zu schützen. Der ORF hatte mit
seinem Fernsehprogramm intensive Werbung für die eigenen Radiosender
gemacht. Diese Situation wurde als Wettbewerbsvorteil gewertet, da
die privaten Radiosender keine Verbindung zu Fernsehprogrammen
haben, um in ähnlicher Weise werben zu können. Dies führte
schließlich 2002 zum Verbot von Website-Promotion
in Österreich. Seitdem sind dort im Programm nur noch redaktionelle
Hinweise ohne werblichen Charakter erlaubt.
website promotion ziele
Generelle Ziele der Verkaufsförderung sind die Gewinnung neuer
Kunden, die Belohnung bestehender Kunden sowie die Erhöhung der
Kauffrequenz von gelegentlichen Verwendern. Durch die meist
zeitliche Begrenzung von Verkaufsförderungsaktionen werden die
Kunden zu dem zu schnellem Handeln angeregt.
Zielkonflikte zwischen Hersteller und Handel
Hersteller und Handel sind ohne Zweifel aufeinander angewiesen und
eine Auflösung dieser Zwangsgemeinschaft ist auch auf lange Sicht
nicht erkennbar. Beide Seiten verfolgen das Ziel Absatz/Umsatz und
Gewinne zu maximieren und ihre Marktbedeutung auszubauen. Auf beiden
Seiten gibt es Konzentrationsentwicklungen, d. h. die Gewichtung
zwischen Großen und Kleinen entwickelt sich auf beiden Seiten immer
mehr zugunsten der Großen. Doch damit enden erst einmal die
Gemeinsamkeiten. Die Zielkonflikte liegen aufgrund der
unterschiedlichen Positionen der beiden Seiten auf der Hand:
In der Produktpolitik:
Der Hersteller ist bestrebt, ein sauberes Produkt- und Markenimage
basierend auf einer stringenten Positionierung aufzubauen. Es ist
Teil seiner Strategie, sein Produktsortiment hinsichtlich
Variationen, Packungsgrößen und Innovationen immer aktuell aud die
Bedürfnisse seiner Zielgruppe auszurichten und gegen
Konkurrenzmarken abzusichern. Natürlich tut er dies basierend auf
Markt- und Konsumforschung. Dem Handel liegt die Gestaltung seines
Sortiments am Herzen - nach seinen eigenen Kriterien, von der
eigenen Positionierung und seinem angestrebten Image über die
Fokussierung auf ertragsorientierte Sortimentsgestaltung bis hin zur
Förderung seiner eigenen Marken. Fairerweise muss man dem Handel
zugute halten, dass er auch bestrebt ist, seinen Kunden mehrere
Marken zu präsentieren und ihm daher ein Wettbewerb der Hersteller
um seinen begrenzten Regalplatz nur recht ist.
In der Preispolitik:
Für den Hersteller ist der Preis ein wesentlicher Teil seiner
Markenpositionierung und von daher erst einmal "heilig".
Idealerweise strebt der Hersteller niedrige Handelsspannen und ein
klares Konditionenpaket (Rabatte/Boni/Serviceleistungen) an, das er
bei allen Handelspartnern in der Relation identisch halten kann. Für
den Handel sind aufgrund der Konkurrenzsituation der Preis und
Preisreaktionsmöglichkeiten die wichtigste Handlungsebene in seinem
Marketing. Von daher ist für ihn eine variable Preisgestaltung mit
möglichst hoher Handelsspanne oberste Priorität.
In der Distributionspolitik:
Für den Hersteller sind möglichst große Bestellmengen und eine hohe
Distributionsdichte bei allen wichtigen Handelspartnern wesentlich
und in dieser Kombination auch das Nonplusultra. Idealerweise sollte
der Handel sein gesamtes Produktsortiment abnehmen und durch
bevorzugte Platzierung auch die Grundlage für den schnellen
Abverkauf schaffen. Es wäre wünschenswert, wenn das Personal des
Handels auch genügend warenkundliches Know-how hätte, um eine gute
Beratung der Kunden zu gewährleisten. Der Handel würde
Just-in-time-Lieferung kleinerer Mengen zur Vermeidung und/oder
Verringerung von Transport- und Lagerkosten bevorzugen. Natürlich
würde eine selektive oder gar exklusive Distribution seinen
Imagezielen näher kommen. Hinsichtlich der Platzierung sieht der
Handel sich im Rahmen seiner Sortimentsgestaltung und -gewichtung
eindeutig als federführend und alleinig kompetent. Produkte, die
Beratung brauchen, haben es schwer bei ihm.
In der Kommunikationspolitik:
Der Hersteller tut alles, um Produkt- und Markenbekanntheit zu
steigern und über die Kommunikation das Produkt vorzuverkaufen. Für
ihn ist der Aufbau von Markentreue und damit verbunden die Bindung
der Verbraucher an das Produkt essentiell. Idealerweise will er mit
seinem Kommunikationsdruck im Handel Nachfragedruck erzeugen. Die
Platzierung von Verkaufsförderungsmaßnahmen und -mitteln in den
Geschäften ist Teil seiner Kommunikationsstrategie. Für den Handel
ist die Kommunikation erst einmal ein Instrument seine
Positionierung durchzusetzen, für Kundenfrequenz in den Geschäften
zu sorgen sowie Kunden an seine Geschäfte zu binden und neue Kunden
zu gewinnen. Die Platzierung von
Hersteller-Verkaufsförderungsmaßnahmen in seinen Geschäften sieht er
eher kritisch und hinsichtlich seines Corporate-Auftritts oft
kontraproduktiv.
website promotion erscheinung
Handels-Promotions (Trade Promotions) sind vom Hersteller an den
Handel gerichtet. Der Hersteller verfolgt damit das Ziel, den
Händler zu eigenen Promotions, so genannten Händlerpromotions, zu
motivieren. An den Handel gerichtete kurzfristige
Verkaufsförderungsmaßnahmen sind zum Beispiel Verkaufsbriefe und
Aussendungen, Displaymaterial für Schaufenster und Verkaufsräume
sowie Partneraktionen. Ein Händlerbeirat, eine Infozentrale für den
Handel, Seminare und Referate werden im Gegensatz zu kurzfristigen
Maßnahmen zu den langfristigen Verkaufsförderungsmaßnahmen gezählt
Konsumentengerichtete Promotions (Consumer Promotions) richten sich
an den Konsumenten. Sie können sowohl vom Hersteller aus erfolgen
(Verbraucher-Promotions, z. B. die Organisation eines Events auf dem
Parkplatz eines Supermarktes), als auch durch den Handel initiiert
werden (Händler-Promotions, z. B. ein Sonderangebot mit
Displayunterstützung in Folge einer Handelspromotion). Bei den
Instrumenten der konsumentengerichteten Verkaufsförderung wird
insbesondere zwischen Preis-Promotions (z. B. Sonderangebote,
Sonderpackungen, Coupons, Treuerabatte, etc.) und
Nicht-Preis-Promotions (z. B. Handzettel, Beilagen, Displays,
Warenproben, Gewinnspiele, etc.) unterschieden.
Zu den kurzfristigen an den Verbraucher gerichteten
Verkaufsförderungsmaßnahmen zählen Sonderangebote, Rabatte,
Gutscheine, Handzettel und Aussendungen etc. Als langfristig werden
dahingegen Verbraucherzeitungen, Produkte mit Zusatznutzen, neue
Konsum-/Anwendungsideen und Ähnliches bezeichnet.
Ob Außendienst-Promotions ebenfalls ein Bestandteil der
Verkaufsförderung sind, ist in der Literatur umstritten. Die
Zielgruppe bei Außendienst-Promotions ist der eigene Vertrieb. Durch
Schulungen, Prospekte, Prämien oder Außendienstwettbewerbe sollen
die Verkäufer zur intensiveren Marktbearbeitung angeregt werden.